


Der Dokumentarfilm Heart of Light: Eleven Songs for Fiji widmet sich der Geschichte und kulturellen Identität der Fidschi-Inseln. Über eine Laufzeit von knapp drei Stunden entfaltet sich ein ruhiges Porträt, das den Fokus auf die Erzählungen der Menschen vor Ort legt. Das Werk läuft in der englischen Originalfassung mit Untertiteln. Es ist eine Arbeit für das Programmkino, die Zeit und Aufmerksamkeit einfordert. Die Stimmung ist nachdenklich und richtet sich an ein Publikum, das sich auf eine längere filmische Auseinandersetzung einlassen möchte. Hier steht die inhaltliche Tiefe klar im Vordergrund.
Die Kamera begleitet Fidschianerinnen bei der Arbeit in der Stadt und auf ihren Plantagen, zeigt Wanderinnen in der bergigen Landschaft, die tropischen Wälder sowie die Strände und Häfen der Inseln. Diese beeindruckenden Landschaften sind aber auch Schauplätze des alltäglichen Lebens und seiner Praktiken. Sei es der Fischfang, die Ernte der Kava-Pflanze und das zeremonielle Trinken des daraus gewonnenen Getränks oder das Weben der traditionellen Kuta-Matten. „Heart of Light“ ist ein Film über das Leben auf Fidschi und den Geist, der die Inseln umweht. Dabei verbindet der Film fiktive und dokumentarische Elemente. Drei europäische Reisende treffen auf die Menschen Fidschis. Simon reißt durch Fidschi und sammelt Klänge, die er als Instrumente für seine musikalischen Arbeiten und Klanglandschaften nutzt. Niels ist ein deutscher Autor auf Recherchereise. Nach langjähriger Abwesenheit kehrt Iona (Tilda Swinton) zurück nach Fidschi, dem Land ihrer Kindheit, in dem sie aber dennoch eine Außenstehende ist. Zwischen diesen Gegensätzen von Dazugehörigkeit und Fremdsein sucht sie nach Klarheit.
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