


Die Druckwerkstatt im FHXB Museum bewahrt die Technik von 1928. Damals fertigten Otto und Gerd Schneider Akzidenzdrucksachen für den Kiez. Heute zeigt die Führung, wie Visitenkarten und Briefbögen an Tiegel- und Zylinderdruckmaschinen entstanden. Anne König führt durch die Geschichte des Handwerks. Sie erklärt die Abläufe des Handsatzes und den Buchdruck, wie er bis in die 1980er-Jahre praktiziert wurde. Du bleibst nicht beim Zuschauen. Du nimmst den Winkelhaken selbst in die Hand und setzt eine Zeile nach dem Prinzip von Johannes Gutenberg.
Mitten in Kreuzberg beginnt 1928 die Geschichte unserer Druckwerkstatt. An den Handsatzarbeitsplätzen setzten Otto Schneider und später sein Sohn Gerd Aufträge für das lebendige Geschäftsleben des Kiezes. Gedruckt wurde im Tiegel- und im Zylinderdruckprinzip. Die Führung zeigt, wie bis in die 1980er-Jahre hinein sogenannte Akzidenzdrucksachen entstanden – von Visitenkarten über Briefbögen bis zu Hochzeitsanzeigen und Preislisten. Und es bleibt nicht beim Zuschauen: Jede Besucherin und jeder Besucher kann einen »Winkelhaken« in die Hand nehmen und eine kurze Zeile setzen – so wie das schon Johannes Gutenberg im 15. Jahrhundert erfunden hat.\n\nProf. i.R. Dr. Anne König, Buchdruckerin und Professorin der Betriebswirtschaftslehre für Druckindustrie und Verlage, gibt Einblicke in die Geschichte der Werkstatt und in die traditionelle Arbeitsweise des Handsatzes und Buchdrucks.
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