


Jiří Kylián sucht in Gods and Dogs die Grenze zwischen Ordnung und Wahnsinn. Das Stück untersucht, wo menschliches Verhalten in das Absonderliche kippt. Das Dunkle im Alltag wird hier präzise sichtbar gemacht. Sharon Eyal setzt mit 2 Chapters Love einen harten Kontrast. Ihre Choreographie arbeitet mit Wiederholung und einer fast mechanischen Strenge. Elektronische Beats ziehen die Tänzer in einen Sog, der klassische Technik mit Clubästhetik kreuzt. Beide Arbeiten teilen eine hohe emotionale Dichte. In der Staatsoper Unter den Linden treffen zwei unterschiedliche Ansätze zeitgenössischen Tanzes aufeinander. Es geht um die physische Auslotung menschlicher Extreme.
Jiří Kylián hat das Ballett des 20. Jahrhunderts nachhaltig geprägt. In Gods and Dogs schlägt Kylián in radikal dichter Weise die Brücke zwischen Göttlichem und Instinktivem, zwischen Ordnung und Wahnsinn. Das Stück untersucht die feine Linie, an der das „normale“ Verhalten in das vermeintlich „Absonderliche“ kippt, und macht so das Dunkle im Alltäglichen sichtbar.\n\nSharon Eyal zählt zu den markantesten choreographischen Stimmen des zeitgenössischen Tanzes. Mit 2 Chapters Love schafft sie erneut ein unvergleichliches Erlebnis. Präzision, Wiederholung und Verdichtung in der Choreographie treiben die Tänzer*innen an ihre Grenzen und darüber hinaus. Klare Linien zu elektronischen Beats verwandeln jede Bewegung in einen hypnotischen Sog, in dem klassische Technik auf Clubästhetik trifft. Liebe, Schmerz, Begehren und Einsamkeit werden körperlich und intensiv spürbar.
Das erwartet dich
Eher nichts für dich, wenn: du eine klassische Ballett-Inszenierung mit Tutu und Orchester erwartest
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