

Das war am Donnerstag, 1. Oktober 2026. Verpasst? Halb so wild – in Berlin läuft ständig was.

















Minh Duc Pham nutzt den Gropius Bau als Bühne, um die Aufarbeitung von Migration und Gastarbeit in Museen zu kritisieren. Die Performance untersucht, wie kulturelle Einrichtungen marginalisierte Perspektiven in ihre Strukturen integrieren. Dabei geht es um die Frage, ob Solidarität ernst gemeint ist oder lediglich der Selbstdarstellung der Institution dient. Pham legt offen, wie Ordnungsmechanismen die Interpretation von Geschichte beeinflussen. Die Auseinandersetzung mit Arbeit und Ausschluss bleibt dabei eine Herausforderung für den Museumsbetrieb. Es ist eine Arbeit, die den eigenen Rahmen der Ausstellung hinterfragt.
Mit seiner Performance greift Minh Duc Pham zentrale Themen der Ausstellung Kreuzberg: Kunst und Migration seit 1960 auf: Migration und Gastarbeit. Er untersucht wie unterschiedliche Geschichten von Arbeit und Ausschluss innerhalb kultureller Institutionen zueinander in Beziehung gesetzt werden – und wie Vergleich und Aneignung ihre Interpretation prägen. Die Performance richtet den Blick auf das Museum als einen Ort, an dem Geschichten sichtbar gemacht und mit Bedeutung versehen werden, zugleich aber auch institutionellen Ordnungsmechanismen unterliegen. Dabei hinterfragt Pham, wie Institutionen Solidarität und marginalisierte Perspektiven aufgreifen und für die institutionelle Selbstdarstellung nutzen, ohne die eigenen Strukturen und Praktiken grundlegend zu verändern.
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